Zebrastreifen

Zisa war ein junges Zebrafräulein und wohnte mit seiner Mutter Asmara in einem Tierpark. Das Freigehege war großzügig angelegt und die Tiere – eine kleine Herde mit acht Zebras – trabte darin zufrieden herum.  Die Zebras hatten genug zu fressen und mussten keine Jäger fürchten – wie zum Beispiel Löwen oder Geparden – denen sie in freier Wildbahn sicher begegnet wären.

Dennoch: Zisa war unzufrieden. Sie bemerkte sehr wohl, dass vor den das Gehege begrenzenden Gitterstäben immer Menschen standen und sie beobachteten. Wohin diese Zweibeiner wohl liefen, wenn sie den Zebras den Rücken kehrten? Vielleicht zu einem anderen Futterplatz, einem, auf dem höheres Gras wuchs?

Und noch etwas gab es, das Zisa beschäftigte: Diese Streifen, die sie selbst und alle ihrer Herde auf dem Fell hatten, wozu, bitte, waren die gut? Kein anderes Tier war so seltsam gestrichelt. Also zumindest nicht die Gnus im Nachbargehege und schon gar nicht die Warzenschweine, die sich nebenan in einer Drecklache suhlten. Und obwohl die Menschen vor oder auch hinter der Absperrung – es kam immer auf die Sichtweise des Betrachters an – manches Mal mit seltsam anmutenden Fellmustern ausgestattet waren, Streifen trugen sie nicht.

Zisa wollte auch keine Streifen mehr haben. Und es kam, wie es kommen musste …


Zisa war ein junges Zebrafräulein und wohnte mit seiner Mutter Asmara in einem Tierpark. Das Freigehege war großzügig angelegt und die Tiere – eine kleine Herde mit acht Zebras – trabte darin zufrieden herum.  Die Zebras hatten genug zu fressen und mussten keine Jäger fürchten – wie zum Beispiel Löwen oder Geparden – denen sie in freier Wildbahn sicher begegnet wären.

Dennoch: Zisa war unzufrieden. Sie bemerkte sehr wohl, dass vor den das Gehege begrenzenden Gitterstäben immer Menschen standen und sie beobachteten. Wohin diese Zweibeiner wohl liefen, wenn sie den Zebras den Rücken kehrten? Vielleicht zu einem anderen Futterplatz, einem, auf dem höheres Gras wuchs?

Und noch etwas gab es, das Zisa beschäftigte: Diese Streifen, die sie selbst und alle ihrer Herde auf dem Fell hatten, wozu, bitte, waren die gut? Kein anderes Tier war so seltsam gestrichelt. Also zumindest nicht die Gnus im Nachbargehege und schon gar nicht die Warzenschweine, die sich nebenan in einer Drecklache suhlten. Und obwohl die Menschen vor oder auch hinter der Absperrung – es kam immer auf die Sichtweise des Betrachters an – manches Mal mit seltsam anmutenden Fellmustern ausgestattet waren, Streifen trugen sie nicht.

Zisa wollte auch keine Streifen mehr haben. Und es kam, wie es kommen musste …


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